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Pressespiegel (seit 1999)
Mit hochdramatischem Impetus und Feuer
Elias von Mendelssohn Bartholdy, 21. November 2004
... Die bestens vorbereiteten Choristen der Göttinger Stadtkantorei folgte Bernd Eberhardts Konzept mit Enthusiasmus. Selbst ausnehmend schnelle Tempi brachten sie nicht aus der Fassung, Intonation und Artikulation waren von einer Genauigkeit, die bei Laienchören beileibe nicht selbstverständlich ist. Und auch die homogene Geschlossenheit des Chorklanges verwies auf gründliche Probenarbeit, die für dieses höchst anspruchsvolle, abendfüllende Werk vonnöten ist. ...Am Schluss prasselte lautstark der Beifall der begeisterten Zuhörer.
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
Durchs Feuer wird das Silber rein
... Grandios, wie die wohl hundertköpfige Göttinger Stadtkantorei, der weit und breit kein Laienchor gleichkommt, dieses Gebot umsetzt. Schon die Disziplin des Auftretens, dann aber stimmliche Schnellkraft und Beweglichkeit, Tragfähigkeit und Rundung alles stimmt und steigert sich noch in den eineinhalb Stunden. Ein Singen mit heißem Herzen. Entfacht von seinem noch jungen Dirigenten, der als Fels in der Brandung steht, als die souveräne Ruhe, die feine Inspiration in Person. Bernd Eberhardt ist zu beneiden um dieses über viele Jahre gewachsene musikalische Biotop, das im glanzvoll und kontrolliert aufspielenden Göttinger Symphonie-Orchester eine enorme Bereicherung erhält.
HNA Kassel, Siegfried Weyh
Wilder Sturm der Emotionen
Verdi Requiem, 23. November 2003
... Dirigent Bernd Eberhardt hat ganz im Sinne Verdis den Furcht und Schrecken des „Dies irae“ erschütternd und bewegend erstehen lassen, hat den rechten Ton für Trauer und Trost gefunden.
Dafür hatte er die Göttinger Stadtkantorei gründlich vorbereitet. Die Spannweite der Dynamik vom hauchzarten Pianissimo des beinahe geflüsterten Beginns bis zu den Kraftentfaltungen über dem instrumentalen Fortissimo war groß, die Textartikulation vorbildlich, ebenso die Präzision der Einsätze und die stimmliche Homogenität... Der lang anhaltende Applaus brach erst nach längeren Momenten der Stille los. Das zeigt, wie tief die Wirkung dieses Abends reichte.
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
Chormotetten im Gerüst-Gerippe
Die Göttinger Stadtkantorei zu Gast in der Bach-Stadt Leipzig, 18.August 2003
... Die Nikolaikirche ist ein ganz besonderer Auftrittsort für die Göttinger Stadtkantorei, die dort am Samstag unter der Leitung von Bernd Eberhardt mit einem a-capella-Programm gastierte. Mit Motetten von Schütz, Brahms und Praetorius zeigte der gut vorbereitete Chor das Spektrum seiner Leistungsfähigkeit: abwechslungsreich in seiner Dynamik, auch im komplizierten, harmonischen Fügungen fast durchweg intonationssicher, homogen im Stimmklang auch im achtstimmigen Satz der Praetorius-Miotette , klar in der Artikulation und vielfältig im Ausdruck, auch wenn die Einrüstung des Kircheninneren den Nachhall erheblich dämpfte...
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
Ergreifende Klagen
Bach-Kantate„Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen
... Seinen von starker Chromatik geprägten Part sang der Chor sehr durchsichtig und intonationssicher...
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
Das Halleluja als Freudenausbruch
Oratorium Messiah von G. F. Händel, 18. Mai 2003
... Eberhardt erreichte zum einen durch eine gründliche Vorbereitung seiner Choristen, die auch rasche, lange Koloraturen mit erstaunlicher Lockerheit bewältigen, klar artikulierten und die musikalischen Phrasen stets mit genug Luft voneinander trennten. Auf diesem Wege kann das Kunststück gelingen, einen rund hundertköpfigen Chor transparent und beweglich singen zu lassen. Da klingt selbst das „Halleluja“ nicht wie ein Monument, sondern wie ein Freudenausbruch...
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
Mit barockem Drive
Weihnachtsoratorium am 15. Dezember 2002
Die Göttinger Stadtkantorei hatte unter der Leitung von Bernd Eberhardt Bachs Weihnachtsoratorium die erste bis dritte sowie die fünfte Kantate einstudiert und dabei, wie sich zeigte, Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis in einer Wiedergabe mit modernen Instrumenten auf bezwingende Weise berücksichtigt. Luftig und beschwingt war der Chorklang, das Metrum hatte stets eine nach vorn gerichtete Zugkraft. Das führt gleichsam zu einem barocken Drive, der das Zuhören spannend macht... Das war beispielsweise im Eingangschor „Herrscher des Himmels“ der dritten Kantate zu beobachten, ebenso in „Ehre sei dir, Gott, gesungen“ aus der fünften Kantate, dessen hohe stimmliche Anforderungen von den Choristen erstaunlich virtuos bewältigt wurden was angesichts der Größe der Stadtkantorei durchaus nicht selbstverständlich ist. Die Homogenität des Chorklanges hätte vielleicht ein etwas stärker besetzter Bass noch verbessern können; dass wenige Spitzentöne im Sopran bisweilen Spuren der Anstrengung zeigten, ist bei einem zweistündigen Konzert verzeihlich. Nach der dramatischen Wiederholung des Eingangschores spendeten die Zuhörer in der vollbesetzten Kirche lautstarken Applaus. Es schien fast, als wollten sie auch mit ihrem Klatschen jauchzen und frohlocken.
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
Wiederentdeckung eines klassischen Meisterwerks
„Missa solemnis“ von Luigi Cerubini, 27.Oktober 2002
Bernd Eberhardt und die Göttinger Stadtkantorei haben am Sonntag die zweite Missa solemnis von Luigi Cherubini in der Johanniskirche vorgestellt... Gewiss gab es hier und da kleinere Mängel an einer längeren A-capella-Stelle gerieten die Männerstimmen des Chores ein Stück aus der Tonart, die Intonation der Holzbläser passte nicht immer lupenrein zusammen , aber die Grundtendenz stimmte durchweg. Bernd Eberhardt sorgte mit Elan und dynamischer Kraft für eine nirgends nachlassende Spannung. Die Choristen folgten diesem Ansatz mit Konzentration und spürbarem Engagement, ihre Textartikulation war präzise ausgestaltet, auch beim sechsten hohen A in Folge zeigte der Sopran keinerlei Verschleißspuren... Das Publikum, das am Ende dieses kurzweiligen Abends lange und ausdauernd klatschte, kann es bestätigen: Es lohnt sich, das Risiko eines unbekannten Werkes einzugehen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Wiederentdeckung.
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
Musikalische Botschafter
Göttinger Stadtkantorei auf Reisen in Österreich
Die Göttinger Johanniskirche wirkt im Vergleich zum Stephansdom doch recht bescheiden. Deshalb nahmen sich die Choristen, die ein bisschen verloren aus im hohen Gewölbe der Chorkapelle. Doch musikalisch brauchten sich die Göttinger keinesfalls ihrer vergleichsweise provinziellen Herkunft zu schämen. Mit ihrer genauen Artikulation, ihrer Ausdrucksvielfalt und ihrer sängerischen Sicherheit hinterließen sie einen guten Eindruck. Im Reisegepäck hatten sie neben A-capella-Psalmen von F. Mendelssohn die von W. Curdt an der Orgel begleitete d-Moll-Messe des romantischen Komponisten Peter Cornelius. ...Als nächste Chorreise der Stadtkantorei ist für 2004 eine Fahrt nach Schweden ins Auge gefasst. Auch dabei dürften sich die Göttinger wieder als musikalische Botschafter ihrer Heimatstadt bewähren.
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
Dicht gepackte Tontrauben
Alfred Schnittke, Requiem, am 19.März 2002
...Die Vielfalt musikalischer Stile, die ungewohnten Tontrauben neben sphärisch zarten Harmonien bilden eine Herausforderung, der sich die Göttinger Stadtkantorei unter Bernd Eberhardt ganz und gar gewachsen zeigte... Ein ganz besonderes, außergewöhnliches Konzert war zu erleben. Es wäre schön, wenn das Ungewöhnliche in dieser Form zu einer Gewohnheit werden könnte.
Göttinger Tageblatt, Bernd Stopka
Gewaltig in den Dimensionen
Paulus von F. Mendelssohn Bartholdy, 25. November 2001
... Da ist zum einen die musikalische Stoff-Fülle, die Sängern wie Instrumentalisten gleichermaßen eine enorme physische wie geistige Leistung abverlangt: Stimm- und Armkraft ist da ebenso vonnöten wie dauernde Konzentration und Spannkraft. Zum anderen ist es die riesige Architektur, die der Dirigent in den Griff bekommen muss. Er muss die Dramaturgie dieses Abends stets präsent haben, muss Spannungsbögen auf weite Strecken im Voraus anlegen, Dynamik und Tempo so bestimmen, dass das Potenzial sich nicht zu früh aufzehrt. Das ist Kantor Bernd Eberhardt mit seinen Musikerinnen und Musikern trefflich gelungen. Die Aufführung blieb bis zum machtvoll krönenden Schluss fesselnd, sie weckte tiefe Emotionen, war spannungsreich und temperamentvoll gestaltet. Die Erregung der hochdramatischen Passagen kam in den langsamen Sätzen zur Ruhe, ohne dass die Musik ihre vorwärts drängende Kraft verlor... Die Choristen der Göttinger Stadtkantorei waren mit sichtlicher Begeisterung bei der Sache. Sie bewältigten ihren umfangreichen Part mit bewundernswerter vokaler Kraft. Die Ausgewogenheit zwischen den einzelnen Stimmen, die Flexibilität und Transparenz auch in sehr raschen Partien zeugte von gründlicher Vorbereitung, auch wenn die genaue Textartikulierung noch etwas genauer hätte ausgearbeitet sein können... Die Zuhörer in der nahezu ausverkauften Johanniskirche feierten die Mitwirkenden mit lautstarkem, lang anhaltendem Applaus.
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
Der reine, der wahre Genuss
„Falstaff“ konzertant , Göttinger Opernwagnis zum Verdi-Gedenkjahr, 5. November 2001
GSO mit Göttinger Stadtkantorei
... Der Mut zu einer konzertanten Aufführung in der fast gefüllten Stadthalle wurde reich belohnt... Mit einer Orchester- und Chorleistung (Göttinger Stadtkantorei), die zeigte, wie viel Expressivität, Sprach- und Klangschliff eine Musikergemeinschaft aufbringen kann, wenn der Komponist und die Aufführungsbedingungen sie gleichberechtigt mitreden lassen... Sänger müssen für Höchstleistung sich wohlfühlen das hier ein für allemal zu begreifen. Fast möchte man sagen. Mehr bedarf es nicht.
HNA Kassel, Siegfried Weyh
Aufschrei, Hoffnung und Kraft
Haydn, Nelson-Messe, 5. Mai 2001
Die Göttinger Stadtkantorei und das Göttinger Collegium haben am Samstag ein kurzes, dafür aber umso schöneres Konzert im Rahmen der Reihe „Motette“ in St. Johannis gegeben... Chor und Orchester unter der Leitung von Bernd Eberhardt zeigen, was sie können, und das ist eine Menge. Der Chor ist den intonatorischen Anforderungen bis in höchste Höhen gewachsen, ebenso der bewegten Dynamik. Klanglich differenziert folgen sie dem souverän beweglichen Dirigat, das die Tempi nie mit starrer Strenge, sondern stets mit lebendigem Atem angibt... Das Ende klingt nicht nach demütiger Bitte, eher nach einer frischen, hoffnungsvollen Aufforderung. Das passt ganz wunderbar zu diesem lebendigen Konzert.
Göttinger Tageblatt, Julia Waren
Mendelssohn Bartholdy „Die erste Walpurgisnacht“, 26./27. Januar 2001
Knüller des Abends aber war Mendelssohns „Walpurgisnacht“. Dramatisches Temperament, flinke Artikulation und ungemein lebendige Dynamik machten die Wiedergabe packend sowohl auf Seiten der Instrumentalisten als auch der nicht minder engagierten Choristen der Göttinger Stadtkantorei, die mit geradezu höllischem Eifer bei der Sache waren. Die Solisten fügten sich nahtlos in das lebhafte Konzept... Viel Begeisterung, als Zugabe die Wiederholung des hinreißenden Chores „Kommt mit Zacken und mit Gabeln“.
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
Schwergewichtiges Werk
Bruckner-Messe in f-Moll, 26. November 2000
... Bruckner selbst hielt sie für die schwierigste aller Messen. Die Kantorei wurde mit dieser technischen Seite gut fertig, ja war von kleineren Intonationstrübungen abgesehen, hörbar bestens einstudiert. Bernd Eberhardt führte Chor und Orchester stets mit sicherer, präziser Hand...
Göttinger Tageblatt, Christine Blanken
Die Musik verliert sich unter der Kuppel
Gastkonzert im Berliner Dom, 18. Juli 2000
... auch wenn alles wie aus der Ferne klingt, nehmen sich die feinen dynamischen Differenzierungen in der Dvorak-Messe ausgesprochen schön aus. Das Forte des Chores hat Kraft, ohne ins Rohe abzudriften, das Piano ist zart, behält aber vokale Spannkraft. Dass die mit großer Intensität gesungenen „Laudes organi“ von Zoltan Kodaly im Nachhall des Domes etwas von ihrer mitreißenden Attacke verlieren, weiß nur, wer die Aufführung eine Woche vorher in der Johanniskirche Göttingen gehört hat... Ähnlich spontan wie in Göttingen spenden die Besucher laut und ausdauernd Beifall...
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
Dramatische Lebendigkeit
Johannespassion, 9. April 2000
Nicht von ungefähr hat sich Eberhardt gerade diese Passion für sein erstes großes Oratorienkonzert ausgesucht. Sie bietet eine Fülle anspruchsvoller Aufgaben. In den blitzschnellen chorischen Einwürfen im Evangelistenbericht treten musikalische und sprachliche Präsenz der Sängerinnen und Sänger deutlich zu Tage... Zu seinen Vorstellungen von lebendiger, dramatischer Gestaltung des Geschehens gehörten bisweilen sehr lebhafte Tempi, die der Kehlfertigkeit der Choristen ein blendendes Zeugnis ablegten... Dieser Aufführungsstil mag für Bachfreunde gewöhnungsbedürftig sein, die vom Chorklang Monumentalität erwarten. Aber er trägt viel zur Verdeutlichung der Bachschen Absichten bei die auch in den klugen Erläuterungen Eberhardts im Programm zum Ausdruck kamen... Seine erste große Bewährungsprobe hat der Chor unter Bernd Eberhardt glänzend bestanden.
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
Vehementer, packender Trotz dem alten Drachen
Stadtkantorei eröffnet ihren Motetten- Zyklus, 6. März 2000
... Klaus Hoffmann vom Bach-Institut sorgte für eine kompetente und anschauliche Werkeinführung. Klar und durchsichtig präsentierte sich der Chor in „Fürchte dich nicht“. Keine der leichtesten Aufgaben, denn ganz im Stile eines klassischen Doppelchorsatzes stehen sich im ersten Teil über Jesaja-Versen zwei imitierende und dialogisierende vierstimmige Teilchöre gegenüber... Bernd Eberhardt weiß weitgehend Unsauberkeiten zu vermeiden und glänzt durch seinen agilen und behänden Vortrag... Verdienter Applaus für einen gelungenen Auftakt, der Appetit auf mehr macht.
Göttinger Tageblatt, Torsten Brandt
Beschwingte Sorgfalt
Motette, Samstag, 27. November 1999
Der beschwingte Eingangschor wirkt wie ein Appetithäppchen für das Weihnachtsoratorium, dazu gibt es ein paar Arien und Choräle, mehr nicht. Doch die Art und Weise, mit der sich Eberhardt dieser Kantate annahm, rechtfertigte das Publikumsinteresse allemal. Die Sicherheit und die Sorgfalt, mit der sich die engagierten Choristen der Textartikulation widmeten, lässt auf gründliche, ergiebige Probenarbeit schließen, ebenso die Leichtigkeit, mit der die Soprane ihre Spitzentöne setzen.
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
Erfrischend lebendig
Motette, Samstag, 6. November 1999
Erfrischend lebendig klangen die beiden Motetten „Ich lieg und schlafe“ und „Wachet auf, ruft uns die Stimme“. Die Choristen waren mit Feuereifer bei der Sache, angespornt durch ihren Kantor, bei dem sich jugendlicher Elan mit hoch entwickeltem musikalischen Sachverstand und sicherem Stilbewusstsein paart. Er bevorzugt einen leichten, transparenten, dynamischen flexiblen Chorklang und verlangt seinen Sängern und Sängerinnen auch virtuose Tempi ab.
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
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