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Preisgruppe C
Samstag, 19.Mai
um 17:00 Uhr
Johanniskirche
 

Aktuell

Kompositionswettbewerb abgeschlossen

Zwei zweite Preise gehen an Torsten Laux aus Düsseldorf und Martin Torp aus Berlin ● Uraufführung im Rahmen des Abschlusskonzertes des Göttinger Psalter“

 

Der Kompositionspreis der Göttinger Stadtkantorei geht an die Komponisten Torsten Laux aus Düsseldorf und Martin Torp aus Berlin. Die Kommission hat in ihrer dritten Lesung diese Entscheidung getroffen. Die Uraufführung erfolgt im Rahmen des Abschlusskonzertes zum „Göttinger Psalter“ am 25. November. In der Göttinger St. Johanniskirche musizieren dann Göttinger Stadtkantorei und Göttinger Symphonie Orchester gemeinsam unter der Leitung von Bernd Eberhardt.

Ende des vergangenen Jahres hatte die Göttinger Stadtkantorei in gängigen Musikfachzeitschriften, sowie an allen deutschen Musikhochschulen einen Kompositionswettbewerb ausgeschrieben. Die Aufgabe sah eine Komposition von ungefähr 20 Minuten Aufführungsdauer und einer Besetzung für Chor und Orchester vor. Als Textgrundlage sollte ein Psalm bzw. Teile aus mehreren Psalmen verwendet werden. Die Uraufführung ist für das Abschlusskonzert der Reihe „Göttinger Psalter“ vorgesehen, in dem die Göttinger Stadtkantorei gemeinsam mit dem Göttinger Symphonie Orchester in der St. Johanniskirche auftreten werden.

Zwanzig Werke eingereicht
Bis zum Stichtag am 31. Januar des Jahres wurden zwanzig Partituren eingereicht, was in anbetracht der anspruchsvollen Aufgabe schon an sich ein großer Erfolg ist. Die elfköpfige Kommission, bestehend aus Fachleuten und Mitgliedern des Kantoreirats der Göttinger Stadtkantorei hatte keine leichte Aufgabe, galt es doch aus den eingereichten Partituren mittels Korrepetition an zwei Klavieren und dem Ansingen der Chorpartien in kleiner Vokalbesetzung eine Vorstellung vom tatsächlichen Klang in ihrer Originalinstrumentierung zu bekommen.

Ganz unterschiedlich war die Stilistik der eingereichten Kompositionen. So bewegten sich einige Teilnehmer (es gab keine von einer Frau ausgearbeitete Komposition im Wettbewerb) im ganz konventionellen Stil, andere wandten gemäßigt moderne Techniken bis hin zu ganz avantgardistischen Kompositionsstilen an.

Geschickter Umgang mit Chor und Orchester
Die Ausfertigung einer Partitur für Chor und großes Orchester verlangt ein hohes Maß an Erfahrung in der Komposition. Instrumentationsfehler führten in den insgesamt drei Bewertungsrunden zum raschen Ausscheiden eines größeren Teils der Werke. Außerdem spielte auch die Dramaturgie der Werke eine Rolle. Letztlich galt es aber die Kriterien der Ausschreibung einzuhalten. Singbarkeit für einen guten Laienchor, Textbezug und Kunstfertigkeit in der Instrumentation.

Nach ausgiebiger Beratung befand die Kommission in ihrer dritten Lesung, dass es keinen ersten Preis geben soll, dafür aber der vom „Verein zur Förderung der Kirchenmusik an St. Johannis e.V.“ gestiftete Preis von 5000,- EUR geteilt und jeweils zu gleichen Teilen an die Herren Torsten Laux und Martin Torp gehen soll.

Prof. Dr. Andreas Waczkat, Leiter des Musikwissenschaftlichen Seminars an der Universität Göttingen und Mitglied der Auswahlkommission begründet diese Entscheidung damit, dass leider kein wirklich eigenständig modernes Werk in die Auswahl gelangen konnte, das den genannten Kriterien entsprach. Außerdem fehlte den meisten Werken ein gewisses Maß an Virtuosität.

Originelle Beiträge
Dennoch überzeugten die Werke von Laux und Torp von Anfang an durch ihre gute Instrumentation und gesangsgerechte Behandlung des Chorsatzes. Besonders Laux' Vertonung des 118. Psalms überzeugt in der Verwendung unterschiedlicher Stile, die von der Cluster-Technik bis zum Jazz-Waltz reichen. Torp stellte sich mit seinem Werk genau auf die Situation ein, in dem das Werk ggf. uraufgeführt werden sollte und nutzte nahezu exakt die Orchesterbesetzung von Mendelssohns Reformationssinfonie, die am 25. November gemeinsam mit den Siegerwerken erklingen soll.

Uraufführung am 25. November
Torsten Laux und Martin Torp sind keine Unbekannten in der internationalen Musikszene. Torsten Laux ist mehrfach mit Preisen ausgezeichneter Professor für Orgelspiel an der Hochschule für Musik in Düsseldorf. Martin Torp ist freischaffender, ebensfalls nicht zum ersten Mal prämierter Komponist und lebt in Berlin.

Die Uraufführung unter Anwesenheit der beiden Preisträger ist für den 25. November in der Göttinger St. Johanniskirche geplant.

Aktualisiert ( Samstag, den 12. Mai 2012 um 12:23 Uhr )
 
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